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Seit Sommer 2018 stellt das Land Tirol einen Radrouter zur Verfügung. Die Routensuche ist auf die Bedürfnisse von Radfahrern zugeschnitten. Dabei werden nicht alle Radfahrer gleich behandelt: es wird zwischen Alltagsradlern und Freizeitradlern unterschieden – die Freizeitradler unterteilen sich weiter in Rennradler, Mountainbiker(hier sind auch die Downhillfahrer miteingeschlossen) sowie Radwanderer. Alle diese Radlertypen haben unterschiedliche Anforderungen: im Alltag sind Steigungen im Normalfall nicht besonders beliebt, während es für manche Mountainbiker nicht steil genug sein kann. Radwanderer wollen über den gewählten Radwanderweg gelotst werden. Diese Bedürfnisse werden durch verschiedene Einstellungen im Radrouter abgebildet. Bei der Entwicklung wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die von der Abteilung Waldschutz betreuten offiziellen Mountainbikestrecken und Singletrails sowie überregionale Radwanderrouten bei der Routensuche für alle Radtypen bevorzugt verwendet werden. Der Radrouter ermöglicht somit sowohl das Ermitteln individueller Routen (A nach B Routing) als auch die Information über das bestehende Angebot an offiziellen Radrouten.

Der Radrouter wurde vom Land Tirol in enger Zusammenarbeit mit der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) und der Firma HaCon entwickelt, welche die vom Radrouter verwendete Programmierschnittstelle (API) entwickelt. Die Datengrundlage bildet einerseits die Graphenintegrationsplattform (GIP), andererseits die offiziellen Radrouten des Landes Tirol. Beide Datensätze sind über data.gv.at als Open Government Data (OGD) verfügbar.

Um Tourismusverbänden und touristischen Betrieben und deren IT Dienstleistern einen einfachen Einstieg in die Verwendung der Radroutingschnittstelle zu ermöglichen, wurde Planalp vom Land Tirol beauftragt, einen Leitfaden zu erstellen. Dieser gliedert sich in zwei wesentliche Teile:

 

  • Organisation: hier wird der Radrouter kurz vorgestellt, es werden wichtige Details zum organisatorischen Ablauf und zu (lizenz)rechtlichen Fragen bei Interesse an der Verwendung der Schnittstelle angesprochen und erklärt. Einen wesentlichen Abschnitt bildet eine Reihe von Anwendungsfällen aus dem touristischen Bereich, welche die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Radrouters veranschaulichen.
  • Technik: dieser Teil versteht sich als Ergänzung zur offiziellen API Dokumentation der VAO. Es werden alle verfügbaren Funktionalitäten für Touristiker und Techniker beschrieben und mit Beispielen illustriert, es wird auf Fallstricke und Besonderheiten sowie auf die von der Schnittstelle generierten Routendaten eingegangen.

Ihr Ansprechpartner

Mag. Klaus Spielmann, MSc.

Klaus_Spielmann

Ingenieurkonsulent für Geographie

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klaus.spielmann@planalp.at

Delegierter in die Bundesfachgruppe für Raumplanung, Landschaftsplanung und Geographie der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten